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Mehr als 10 Jahre nach der Auslagerung unserer Pensionsansprüche durch die Bank Austria, die Creditanstalt und die Erste Bank in Pensionskassen (VPK, BVP – nunmehr fusioniert zur VBV)  ist das Scheitern des PK-Systems offenkundig.

Das Hauptproblem liegt in der Annahme unrealistischer, überhöhter Veranlagungsergebnisse von mehr als 7,5% p.a., die beim Abschluss der PK-Verträge um das Jahr 2000 von den PK zwar zugesagt, aber in den letzten 11 Jahren in unseren Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG) nicht einmal zu einem Viertel erreicht wurden. Infolge dieser hohen Ertragsannahmen wurde die Auslagerung der Pensionsverpflichtungen für unsere Arbeitgeber mit jedem Prozentpunkt mehr um ca. 10% „billiger“. Dies gilt sowohl für die Zielübertragung als auch für die laufenden Beiträge. Obwohl sich Ende der 90-iger Jahre bereits ein Ende der hohen Kapitalmarkterträge abzeichnete und die PK von 2000-2003 Verluste einfuhren, nützten viele Unternehmen noch die Chance, sich zu günstigen Konditionen ihrer Betriebspensionsverpflichtungen zu entledigen; die Finanzmarktaufsicht (FMA) genehmigte ja bis Ende 2003 PK-Verträge mit Rechnungszinsen (RZ) bis 6,5% und rechnungsmäßigen Überschüssen bis 7,5%. Betroffen davon sind derzeit – so wie wir - ca. 300.000 Anwartschaftsberechtigte und etwa 35.000 Leistungsberechtigte, wobei letztere bereits von Pensionskürzungen bis zu 45% betroffen sind. Auf Grund dieses Desasters werden von der FMA seit 2004 Neuverträge nur mehr mit einem Rechnungszins von höchstens 3,5% bzw. 3% ab 1.4.2011  zugelassen.

Während sich unsere ehemaligen Arbeitgeber mit diesen Übertragungen in die PK - noch dazu mit Gewinn -  aller zukünftiger Pensions-Risiken entledigten, müssen nun wir als  (ehemalige) Mitarbeiter die Zeche bezahlen. Daran ändern auch partielle Nachzahlungen der Arbeitgeber kaum etwas. Es muss uns allen klar sein, dass diese Pensionslücken  unmöglich durch zukünftige  Veranlagungserträge jemals geschlossen werden können. Infolge der immer schwieriger  einschätzbaren Kapitalmärkte und des der Inflationsentwicklung nachhinkenden Zinsniveaus sind vielmehr  weitere nominelle Kürzungen unvermeidlich; dazu kommt noch die materielle Kaufkraftverlust durch die ansteigende Geldentwertung.

Nach dem Katastrophenjahr 2008 mit Verlusten bis zu 18% liegen die Ergebnisse 2009 und 2010 zwar im Plan.  Die VBV hat unsere Pensionen auch um ca. 2% planmäßig erhöht. Trotzdem reduziert  das die bisherigen Pensionskürzungen von bis zu 45% keinesfalls. Mit einem Nullergebnis für die ersten 5 Monate 2011 droht für 2012 die nächste Pensionskürzung.

Tatsache ist, dass ausschließlich wir selbst das volle Risiko für unsere PK- Pension tragen. Es gibt keinerlei Sicherheitsnetz gegen Verluste durch die Pensionskasse.  Als Pensionisten sind wir grundsätzlich auf uns alleine gestellt  - die Interessenvertretung durch den Betriebsrat und die Arbeiterkammer  wurde mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienstverhältnis beendet.

Diese Rahmenbedingungen erfordern eine gezielte und effektive Auseinandersetzung mit der PK-Problematik und ein  starkes, schlagkräftiges Auftreten gegenüber den Pensionskassen, den Politikern, aber auch gegenüber unseren ehemaligen Arbeitgebern.

 Im Rahmen des Vereins wurden daher ab 2002 drei Arbeitsgemeinschaften (Arge-BA, Arge-CA und Arge-EB) gegründet; per 1.1.2011 wurden die Arge-BA und die Arge-CA aus Effizienzgründen  zur Arge-BA/CA-PK-Pensionisten fusioniert.

Die Argen waren 2005 auch maßgeblich am Zusammenschluss von Interessengemeinschaften in anderen Firmen mit ähnlichen PK-Problemen zum Schutzverband der PK-Berechtigten – pekabe - beteiligt und gestalten bis heute an vorderster Front die Aktivitäten des pekabe mit.

Die Argen verstehen sich als Interessenvertretung und Informationsdrehscheibe für alle BA/CA- und ERSTE BANK-PK-PensionistInnen; sie stellen unverbindliche Informationen zur Verfügung, aus denen aber keine wie immer gearteten Rechtsansprüche gegenüber dem Verein. bzw. den Argen abgeleitet werden können.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Entscheidung über die Inanspruchnahme des Rechtsweges zur Wahrung der persönlichen Rechte in der Eigenverantwortung jedes einzelnen Pensionisten liegt.